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27. März 2026
So funktioniert die GRZ-Berechnung

Wie funktioniert die GRZ-Berechnung?
Die Grundflächenzahl (GRZ) gehört zu den kritischsten Parametern im Baugenehmigungsverfahren – und gleichzeitig zu den am häufigsten unterschätzten. Fehler in der Berechnung fallen oft erst beim Bauantrag auf, wenn Umplanungen teuer werden. Bei Kaden Vermessung + Bewertung haben wir deshalb einen strukturierten Workflow entwickelt, der GRZ-Berechnungen nachvollziehbar, vollständig und effizient macht – besonders wertvoll bereits in der Vorplanung.
Schritt 01
Datenmodell der anzurechnenden baulichen Anlagen
Als Grundlage für die Flächenerfassung und Zuordnung zu den GRZ-Kategorien I und II haben wir ein klares Datenmodell definiert. Alle relevanten baulichen Anlagen werden systematisch erfasst und ihrer Anrechnungsebene zugeordnet.
Diese Vorarbeit ist entscheidend: Sie stellt sicher, dass keine anrechenbare Fläche vergessen wird – ein häufiger Fehler, der regelmäßig zu Überschreitungen der zulässigen GRZ II führt, da der Gesetzgeber hier in der Regel nur eine Überschreitung von 50 % des GRZ-I-Werts gestattet.
Schritt 02
Flächenerfassung im Lageplan mit Typenzuordnung
Alle Flächen werden direkt im Lageplan digitalisiert und den definierten Flächentypen zugeordnet. Jedes Polygon erhält eine eindeutige Klassifikation aus dem Datenmodell. So entsteht eine lückenlose, geometrisch exakte Grundlage – verknüpft mit den tatsächlichen Maßen des Grundstücks und der geplanten Bebauung. Diese Vorgehensweise macht den Zusammenhang zwischen Geometrie und Berechnung jederzeit nachvollziehbar und revisionssicher.
Schritt 03
Automatisierte Ausgabe als Excel-Tabelle
Aus der Flächenerfassung generieren wir eine strukturierte Excel-Tabelle, die alle Flächen nach GRZ I und GRZ II gegliedert auflistet, die Summen berechnet und die zulässigen Werte gegenüberstellt. Das Ergebnis: eine vollständige Übersicht, die direkt als Berechnungsnachweis dient oder als Grundlage für die weitere Planung verwendet werden kann.
Schritt 04
Erstellung der GRZ-Berechnung
Auf Basis der Excel-Tabelle wird die formale GRZ-Berechnung erstellt – dokumentiert, beschriftet und einreichungsfertig für den Bauantrag oder als interne Planungsunterlage. Bei Bedarf fließt sie direkt in den amtlichen Lageplan ein.
Warum dieser Workflow überzeugt
- Beste Nachvollziehbarkeit – Jede Fläche ist geometrisch verortet, klassifiziert und in der Berechnung eindeutig referenziert. Keine Blackbox, keine ungeklärten Posten.
- Kein Vergessen von Flächen – Das Datenmodell erzwingt die vollständige Betrachtung aller anrechnungsrelevanten Anlagen, bevor die Messung beginnt.
- Schnell und effizient – Durch den standardisierten Ablauf entsteht die Berechnung in einem Bruchteil der Zeit, die manuelle Methoden benötigen würden.
- Ideal für die Vorplanung – Planungsvarianten können schnell verglichen und Überschreitungen erkannt werden, bevor sie im Genehmigungsverfahren zum Problem werden.
Eine saubere GRZ-Berechnung ist kein bürokratischer Formalismus – sie ist ein Planungsinstrument. Wer frühzeitig mit dem richtigen Werkzeug arbeitet, vermeidet kostspielige Nachplanungen und schafft Sicherheit für alle Beteiligten.
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Sie planen ein Bauvorhaben in Brandenburg und möchten frühzeitig Klarheit über die GRZ? Wir begleiten Sie von der Vorplanung bis zum einreichungsfertigen Nachweis.






